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Die nächste Herausforderung kommt bestimmt
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Es gilt als härtestes Eintagesradrennen der Welt: das «Race across the alps». Die 525 Kilometer lange Strecke mit 13 Bergpässen führt durch Österreich, die Schweiz und Italien. |  |
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Um gewertet zu werden, müssen die Teilnehmer die Strecke innerhalb von 32 Stunden bewältigen - natürlich am Stück. Das heißt, dass die Fahrer auch nachts fahren, «was das Rennen so schwierig, aber auch so reizvoll für viele Radsportler macht», erklärt Nico Unger.
Der 38-jährige Aachener hat in diesem Jahr an dem Rennen teilgenommen; und er hat es auf Anhieb ins Ziel geschafft, was nicht jeder Starter von sich behaupten kann. «48 Fahrer waren am Start, 27 sind über die Ziellinie gefahren. Ich selbst bin 15. geworden», fasst Nico Unger ruhig die Fakten zusammen, um lächelnd hinzuzufügen: «Dass ich so gut zurecht kommen würde, habe ich vor dem Rennen nicht gedacht.»
Ein Nachttyp
Doch dem Aachener scheint diese Art von Herausforderung im Blut zu liegen. Denn Nico Unger ist ein Nachttyp, jemand der Abends noch mal richtig aufdrehen kann. Gezeigt hat sich das bereits vor vier Jahren. Da ist der Sportler, der Mitglied beim Radsportverein (RSV) Aachen ist, 500 Kilometer an einem Stück nach Norddeutschland geradelt.
«Ich bin nachmittags hier in Aachen los gefahren und am nächsten Nachmittag angekommen», erzählt er. Probleme mit der Müdigkeit kennt er - wenn er auf dem Rad sitzt - in der Regel nicht. Nur wenn er mal eine kleine Pause gemacht hat, um etwas zu trinken oder zu essen, dann «war es doch etwas schwer, wieder in Tritt zu kommen». Aber Nico Unger hat den nötigen Ehrgeiz. Auch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, an dem er mit Bekannten teilgenommen hat, bestätigte sich das. 22 Runden hat er dort geschafft, obwohl die Strecke «nach ein paar Runden unheimlich langweilig» gewesen ist und viele andere nach zehn Runden aufgegeben hätten. Gut für ihn, dass er weiter gefahren ist.
Denn wie er später heraus gefunden hat, waren einige Radsportler, die beim 24-Runden-Rennen gestartet sind, auch in der Starterliste beim «Race across the alps». «Die haben zum Teil weniger Runden geschafft als ich. Und da habe ich beschlossen, dass ich mich auch um einen Startplatz bewerbe», sagt Nico Unger. Denn das Alpenrennen faszinierte ihn schon seit längerem. Einen Zeitungsbericht über das Rennen hat Nico Unger viele Jahre aufgehoben, ohne zu ahnen, dass auch er das Zeug hat, dort mitzufahren.
Start am 19. Juni
Aber nun konnte er sich bewerben und er hat es auch auf die Starterliste geschafft. Am 19. Juni ist er mit Tobias Hahn und Jona Buschulte - seinen beiden Beifahrern - nach Österreich aufgebrochen, um einen Tag später beim «Race across the alps» zu starten. Tobias Hahn und Jona Buschulte, der bald mit seinem Rad durch Afrika fahren will, haben ihn mit dem Auto begleitet, ihn mit Getränken und Essen versorgt und ihm auch - nachts - an kniffligen Stellen den Weg geleuchtet.
Dass er so gut und sicher ans Ziel gekommen ist, «daran haben die beiden einen großen Verdienst», lobt Nico Unger. 27 Stunden und 35 Minuten hat er für die 525 Kilometer, die wegen einer Umleitung sogar noch 15 Kilometer länger waren, und 13.650 Höhenmeter gebraucht, die er ohne größere Probleme gemeistert hat. Noch einmal will er die Strecke aber nicht mehr fahren. «Das muss nicht mehr sein.» Dass er sich aber wieder eine Herausforderung suchen wird, da ist sich Nico Unger sicher.
Was das sein kann, jetzt da er das härtestes Eintagesradrennen der Welt geschafft hat, weiß er noch nicht. Dass er aber fündig wird, steht für ihn außer Zweifel. |
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Link: http://www.an-online.de/sixcms/detail.php?template=an_det... |
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(19. Juli 2008, Aachener Nachrichten vom 11. Juli 2008) |
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