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Mit Nudeln und Apfelschorle über die Alpen
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Aachen. In Sachen «höchster Gipfel» steht die Herausforderung, der sich ab Sonntag sechs Mitglieder des Radsportvereins (RSV) Aachen stellen, der Tour de France kaum nach. |  |
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2509 Meter liegt das Timmelsjoch über dem Meeresspiegel und ist damit nur unwesentlich niedriger als das diesjährige Dach der Tour. Mit 1100 Fahrern aus 22 Nationen nehmen die Aachener an dem Hobbyradrennen «Tour Transalp» teil, bei dem es in einer Woche 860 Kilometer zurückzulegen und etwa 18800 Höhenmeter zu überwinden gilt.
«Ich habe im letzten Jahr erfolgreich am eintägigen Ötztal-Radmarathon teilgenommen, der über vier Alpenpässe führt», berichtet Sven Lotze, der mit Daniel Rummler ein Zweierteam bildet, «aber sieben Etappen mit jeweils rund 120 Kilometern und schweren Anstiegen ist noch mal eine ganz andere Hausnummer.»
«Angst vor den Bergen hatte ich letztes Jahr», so Jörg Heller, der ebenso wie Dominik Girschick die Tort(o)ur zum zweiten Mal in Angriff nimmt, «dieses Jahr würde ich es gesunden Respekt nennen. Die Anstiege sind natürlich extrem anstrengend. Aber wirklich gefährlich sind die Abfahrten, vor allem wenn es nass ist.»
Auf ihre Ambitionen bei dem Rennen, das von Oberammergau bis an die Adria führt, angesprochen, gelten die Wünsche denn auch weniger einer möglichst guten Platzierung als vielmehr dem unfallfreien Durchkommen: «Die Fahrer, die vorne mitfahren, könnten ohne weiteres an der Tour de France teilnehmen. Da haben wir keine Chance», berichtet Thorsten Büker, der die Alpenüberquerung gemeinsam mit Chrit Jacquorie absolvieren wird, «Nichtsdestotrotz wird es zwischen uns selbstverständlich einen gesunden Konkurrenzkampf geben. Jeder will natürlich im besten Team des RSV sein.»
Doping-Kritik
Diese sportliche Rivalität wird - so betonen alle - nur mit Hilfe von Apfelschorle und Nudeln ausgetragen. «Es lässt sich nicht ausschließen, dass auch bei diesem Jedermann-Rennen, bei dem es immerhin 10.000 Euro Preisgeld zu gewinnen gibt, Doping ein Thema ist», sagt Rummler, «wir haben als Vereinssportler aber eine besondere Verantwortung vor allem gegenüber den Kindern, die Mitglied im RSV sind.»
So stehen die Teilnehmer der parallel stattfindenden Radsportveranstaltung in Frankreich auch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Sie sind Radsportler mit Leib und Seele und stecken viel Energie in den RSV, der sich erst vor zwei Jahren gegründet hat und inzwischen 50 Mitglieder zählt.
Dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - hat ihre Begeisterung für den Profiradsport spürbar nachgelassen. Lieber quälen sie sich selbst die Serpentinen hoch, rasen die kurvigen Abfahrten hinunter, überqueren den Zielstrich und absolvieren auf der letzten, flachen Etappe nach Bibione ihre ganz persönliche «Tour d´Honneur». |
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Link: http://www.an-online.de/sixcms/detail.php?template=an_det... |
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(14. Juli 2008, Aachener Nachrichten vom 4. Juli 2008) |
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