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Die (P)arameter Teil 3 - RSV in den österreichischen Alpen

Am Mittwoch brechen Axel, Martin, Christoph, Felix, Thorsten und Till zu einem Kurzurlaub nach (N)Uttendorf in Österreich auf.
Zwischen Ungeziefer in Form von einer Maus wird auf dem Hinweg eine Zwischenmahlzeit in Nürnberg-Feucht eingenommen. In der Nähe von Kitzbühel, in reizvoller bergiger Kulisse gelegen können vier anspruchsvolle Trainingstage in Angriff genommen werden. Genächtigt wird in einem Bauernhof im Stubachtal, der gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten bietet.

Tag 1:
Nachdem der Regen nachließ und das gemeinsame Frühstück ein Ende findet, wird der erste Trainingstag in Angriff genommen. Die Strecke geht über Stuhl(gang)felden, den Pass Thurn nach Kitzbühel und hinauf auf das Kitzbüheler Horn. Während die cleveren Teilnehmer am Alpenhaus (1670 m ü. NN) die Bergetappe beenden, lassen sich tHORSTen und Till durch eine Schranke nicht stoppen und fahren über einen asphaltierten Wanderweg immer weiter, bis auf die Spitze in fast 2000m Höhe, wo sie von Felix wieder abgeholt werden müssen, da sie entschlossen sind auf die Anderen dort oben zu warten. Eine Wolke raubt den Bergflöhen die Sicht und man wird lediglich durch Kühe und einen Steinautomaten in dieser Höhe begrüßt.
Zurück führt die Runde über St. Johann, den Grießenpass und Zell am See ins Pinzgau. Der Tacho zeigt 163km und 2400hm an.
Um die Verpflegung kümmert sich el Presidente in vorbildlicher Manier und zaubert Suppe, Salat und Nudeln mit Gehacktessoße für die Hungrigen.

Tag 2:
Erneut haben die Radfahrer Glück mit dem Wetter und können pünktlich um 10Uhr starten.
Die Strecke führt flach über Mittersill und Neukirchen, immer entlang der Schmalspurbahn bis zum Gerlospass. Über die alte Passstraße werden Höhenmeter gesammelt, welche in einer rasanten Abfahrt auf der neuen –äußerst empfehlenswerten- Neubaustrecke wieder zunichte gemacht werden. Nach einer kurzen Verpflegung tritt man gemütlich die Rückreise an. Felix ist froh im Schlecker antiseptische Pferdesalbe für seine Beine bekommen zu haben, nachdem er sich der Hauapotheke von Dr. Timelthaler nicht anvertrauen wollte.
Nach 110km und 1400hm sind fast alle froh wieder am Bauernhof zu sein, nur Axel hat noch nicht genug und beeindruckt alle, indem er noch eine Stunde dranhängt und einen kleinen, vor der Tür gelegenen Pass hinauf zu „Rudis“-Gasthof fährt. Die anderen nehmen etwas später die gleiche Strecke per Auto in Angriff und bewundern mit jeder Kehre Axel´s Härte zunehmend.

Tag 3:
Der dritte Tag hat eigentlich schon begonnen – früher als geahnt. Während Martin und Christoph vernünftigerweise früh ins Bett gegangen sind, bleiben Axel, Felix, Thorsten und Till in der Küche bei einer Flasche Bier hängen. Tiefgründige Gespräche über Stroh, Schrumpfhoden, dem roten Pferd, face sitting, Kühe und deren Schließmuskel lassen schnell die Nacht vergehen. Antiproportional zum Niveau steigt die Zahl der Stiegl-Flaschen auf dem Tisch. Auf nächtliche Randale, Lachattacken, das beschriften von Eingeschlafenen oder Orientierungsschwierigkeiten soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden.

Tag3- neuer Versuch:
Die kurze Nacht ist schnell zu Ende. Am heutigen Tag steht der Großglockner auf dem Programm, das heißt knapp 30km am Stück bergauf, bei gleichmäßigen 11%. Besonders gilt es hier auf die Murmeltiere acht zu geben, vor denen auf den Verkehrsschildern gewarnt wird.
Ab etwa 2000m Höhe befinden sich die Fahrer in den Wolken. Skurrile Gestalten lassen sich von ihrer Frau bis in die drittletzte Serpentine mit dem Pkw chauffieren, um erst dort auf das Rad zu steigen.
Auch die fein gepflasterte Straße zur Edelweißspitze bleibt den RSV-Mitgliedern dank Axel nicht vorenthalten und die Marke 2500 m ü. NN wird geknackt. Diese Idee stellt sich alsbald als Fehler raus, da sich das Wetter schlagartig verändert, Temperatursturz (siehe Parameterkurve) und einsetzender Regen sind die Folge, welche jegliche Vorfreunde auf die Abfahrt ertränkt. Durchnässt erreichen die Fahrer den Bauernhof nach 120km. Das beliebte „HUHU“-oder „Griss di“-Spiel versüßte die Trainingsfahrt und Thorsten konnte hübschen Joggerinnen ein Lächeln abgewinnen.
Am Abend kocht Axel nochmals tolles Essen und die erschöpften Radfaher lernen im TV: „Die Straße der Lieder macht fröhlich und frei. Und kennst Du Deinen Text nicht, dann sing’ lalala!“

Tag 4:
Rückreise. Auf Rad fahren hat heute niemand mehr Lust. Außerdem verspricht die Rückfahrt durch zahlreiche Staus länger als geplant zu werden. So verlassen die Reisenden früh ihr Feriendomizil und begeben sich für 11 Stunden ins Auto…
Link: /impressionen.html?verz=In_den_Alpen
(13. August 2007, Einige)

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