 |
|
 |
 |
Münsterland-Giro
 |
Großer Spaß im Münsterland. |  |
Die RSV-Fahrer (Axel, Martin, Fritz, Andy, Dierk, Torsten Lorenzen als Gastfahrer) wurden aus unerfindlichen Gründen (trotz guter bis sehr guter Vorjahres-Platzierungen) in den Starblock B verbannt. Die ersten 70 Kilometer waren wir deshalb damit beschäftigt, uns durch das riesige Fahrer-Feld in die Spitzen-Gruppe vorzuarbeiten. Diese Kilometer waren durch große Nervosität und zahlreiche Stürze geprägt. Die Krönung: als ich (Fritz) neben Dierk fuhr, um ihn nach der Position von Andy und Torsten zu fragen, schaute Dierk mir tiefsinnig in die Augen und begann eine Antwort zu formulieren - gleichzeitig gab's vorne mal wieder eine unnötige Panik-Bremsung und schon krachte Dierk in das Rad seines Vorder-Mannes. Mich nahm er dann gleich mit zu Boden, wobei ich sehr viel komfortabler fiel (nämlich auf Dierk drauf). Ein weiterer Fahrer setzte sich dann noch auf uns drauf. Dierk bekam vom Materialwagen ein neues Vorderrad, ich mußte meinen Umwerfer wieder grade biegen. Wir konnten beide weiterfahren, aber die Spitzengruppe (mit Torsten und Andy) war weg.
Mit der ersten Verfolgergruppe haben wir das Rennen dann fortgesetzt.
Richtig schön war die zweite Hälfte dann aus meiner Sicht aber auch nicht, denn auf den letzten 50 Kilometern trafen wir auf die Teilnehmer des 70er-Rennens, die sich mit Tempo 20 über den Kurs mühten. Dabei gab es viele unfreundliche Sprüche ("packt eure Fettärsche zur Seite !") und pampige Antworten ("wir wollen aber auch mal links fahren !"). Ein echtes Higlight: vor mir aß ein Fahrer einen Apfel (soll ja sehr gesund sein) und warf die Reste in Profi-Manier zur Seite - seinem Nebenmann an den Kopf, der daraufhin trotz Helm fast vom Sattel fiel.
An der einzigen nennenswerten Steigung (war eigentlich nur eine bessere Autobahn-Überführung) war die Fahrbahn völlig mit Fettklöpsen unterschiedlichster Kaliber verstopft, so daß nur Bummeltempo möglich war. Dabei wurden Übersetzungen gefahren, die man sonst nur auf Alpenpässen verwendet. Ich habe versucht, einige Fahrer mit der Hand zur Seite zu räumen, aber es waren einfach zu viele.
Derweil schlugen sich Andy und Torsten wacker in der Spitzengruppe. Torsten belegte einen ausgezeichneten 7. Platz, Andy landete auf Platz 47.
Die weiteren Platzierungen:
Dierk Dorn: 153
Fritz Vorspel: 181
Axel Emons: 197
Martin K.: 253
In der Mannschaftswertung kam der RSV-Aachen immerhin noch auf den 13. (von 44) Platz.
Alles in allem diesmal eine wenig erfreuliche Angelegenheit,
richtig Spaß hatte ich dabei schon vor meinem Sturz nicht... |
 |
(04. Oktober 2008, Fritz) |
[ Artikel weiterempfehlen ] |
 |
|
|
 |
 |
|
 |