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Renntag





Rennbericht "Rund um Düren"

Nach einer mehr oder minder kurzen Nacht ging es für Daniel, Thorsten und mich am 20.04.08 mit dem Regionalexpress um 7:49 Uhr Richtung Düren. Das Straßenrennen „Rund um Düren“ der C-Klasse war in seiner 75. Auflage das Ziel für uns (leider nur) drei RSV Fahrer. Für mich sollte es das zweite Rennen in der C-Klassen und das erste Straßenrennen sein.
Nach dem frühen Ausscheiden beim Rundstreckenrennen „Rund um Merken“ am vorherigen Sonntag wollte ich mich heute etwas besser aus der Affäre ziehen ...

Nach einer reibungslosen Anreise und ausreichender Zeit für die Startvorbereitung hatten wir schlußendlich auch unsere Startnummern auf der richtigen Seite angebracht und dann erfolgte – pünktlich um 9:10 Uhr - auch schon der „Neutralisierte Start“ am Stadt-Center in Düren. Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Strecke bis zum „Fliegenden Start“ ein wenig zum "gemütlichen" Einrollen genutzt werden könnte – Ein Blick auf den Tacho belehrte mich aber eines Besseren. Dennoch wurde innerhalb der Stadtgrenzen von Düren sehr diszipliniert gefahren und so gab es – soweit ich sehen konnte – auch keine Probleme.

Nachdem wir dann auf „freier Flur“ angekommen waren, wurde es auch gleich etwas „interessanter“. Die kleinen Erhebungen auf dem Weg zur „Eifel-Runde“ und ein mäßiger Wind sorgten schon früh im Rennen für die ersten Löcher im Fahrerfeld. Um nicht gleich zu überdrehen fuhr ich diese geringen Anstiege etwas ruhiger und musste feststellen, dass ich mich plötzlich nicht mehr im Hauptfeld, sondern in einer kleineren Gruppe dahinter befand.

Wider besseren Wissens war ich dann schon in dieser früher Phase des Rennens einer derjenigen, der seine Kraft aufwendete um Löcher zu schließen. So hatte ich dann etwas abgekämpft aber noch rechtzeitig vor der schnellen Abfahrt vor Rollesbroich mit der Gruppe das Feld wieder eingeholt. Leider hat es nicht mehr dazu gereicht im Feld etwas weiter nach vorne zu fahren – das sollte sich in der Abfahrt und dem folgenden Anstieg rächen. Nach einigen Erzählungen über die Abfahrt Richtung Rollesbroich und der Besichtigung am Donnerstag vor dem Rennen mit der Radgruppe des UNI-Sport, hatte ich bei noch nassen Straßen in der Eifel doch ein wenig Bedenken. Jedoch wurde im hinteren Teil des Feldes insgesamt sehr vorsichtig gefahren und so war die Abfahrt mit „nur“ 78 km/h doch nicht so schnell wie erwartet. Leider war es mir nicht möglich auf der Abfahrt noch Positionen zu erkämpfen, dazu reichten meine Bergab-Qualitäten leider nicht.

Auch bergauf sollte es nicht besser bestellt sein - Der recht steile Anstieg sorgte dafür, dass ich mir immer mehr Fahrer von hinten ansehen musste und viele Positionen verlor. Aber ich hatte immerhin auf die Ratschläge einiger Vereinskameraden gehört und frühzeitig auf das kleine Kettenblatt gewechselt. Dies gelang einigen Fahrern, die sich bereits im Anstieg befanden, nicht mehr und so musste in meinem Umfeld der eine oder andere Fahrer absteigen weil die Kette noch auf der „Scheibe“ war.

Darauffolgend fuhr ich mit einer Gruppe von Fahrern bis zur Abfahrt bei Schmidt wieder an die größere Gruppe vor uns heran, dort befand sich zu dem Zeitpunkt auch Thorsten. Ihn verlor ich dann jedoch in der Abfahrt wieder aus den Augen.

Im Anstieg bei Zerkall konnte ich das Tempo der Gruppe nicht halten und verlor einige hundert Meter auf die Gruppe. Mit zwei weiteren Fahrern kämpfte ich dann um den Wiederanschluss an die Gruppe und wir sammelten noch einige Fahrer auf. Leider wurde die Gruppe mit jedem weiteren Fahrer um einiges unharmonischer, sodass die anfangs gute Arbeit in der Gruppe zusehends schlechter wurde und wir dann mit Ach und Krach in der 2. Eifel-Runde, kurz vor der erneuten Abfahrt in Richtung Rollesbroich, die größere Gruppe vor uns wieder erreichen konnten.

Doch die Aufholjagd hatte ihre Spuren hinterlassen und so platzten mir im Anstieg die Beine, es ging einfach gar nichts mehr. Zum Glück musste ich nicht – wie einige andere – absteigen und aufgeben. Dennoch war ich abgeschlagen und fuhr zunächst ein ganzes Stück allein. Im etwas flacheren Terrain lief es dann wieder deutlich besser, ich „sammelte“ noch einen Fahrer auf und zu zweit fuhren wir dann weiter. Leider ließ sich mein Mitfahrer nur selten zur Führungsarbeit animieren und so glichen die nächsten Kilometer eher einem Einzelzeitfahren mit kurzen Unterbrechungen. Im Anstieg bei Zerkall konnte mein Mitfahrer dann nicht mehr mitgehen.

Ich wurde wenig später von drei Fahrern eingeholt. Diesen schloss ich mich an und gemeinsam fuhren wir dann im „Belgischen Kreisel“ in Richtung „Ende 2. Eifel-Runde“. Dabei sammelten wir noch einige andere Fahrer auf, was – wie bereits in der ersten kleineren Gruppe – zur Folge hatte, dass die Gruppe unruhiger wurde und das regelmäßige Durchwechseln mehreren z.T. doch recht chaotischen Führungswechseln wich. In dieser Gruppe von ca. 10 Fahrern erreichte ich dann deutlich abgeschlagen den Start- und Zielort Düren.

Leider konnten die RSV Fahrer nicht in das Renngeschehen eingreifen: Thorsten verlor am letzten Berg den Anschluss an die verbliebene Gruppe auf Platz 13 und wurde Erster hinter dem Schlusswagen.

Ich bin insgesamt mit dem Tag, trotz meines großen Rückstandes (vgl. Siegerzeit mit meinem Tacho: ca. 15-17 min), jedoch zufrieden, schließlich war es erst mein zweites Rennen in der C-Klasse. Ich konnte wieder einige interessante Erfahrungen sammeln und vor allem das Fahren in den kleinen Gruppen im „Belgischen Kreisel“ hat mir viel Spaß bereitet.

Wegen der schönen Strecke und auch der hervorragenden Organisation wird „Rund um Düren“ sicher auch 2009 wieder einen Platz in meinem Rennkalender finden.
(21. April 2008, Marco)

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