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Rund im Odenwald oder Warum man durch die halbe Republik zu einem Rennen reist
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Am Samstag den 12. Juni begaben Sven und meine Wenigkeit sich auf die lange Reise nach Erbach um am 17. Rund im Odenwald teilzunehmen. |  |
Dem dichten Nebel in Aachen enfliehend kamen wir im sonnigen Odenwald an um an einer der schönsten Amateurrennen Deutschlands teilzunehmen. Über 100 km ging es von Erbach über den gefürchteten Otzberg zum Ziel in Bullau. Über 1800 Höhenmeter sind dabei im landschaftlich wunderschönen Odenwald zu bewältigen, wobei es direkt vom Start an bergauf geht und später in einer Bergankunft zu enden.
Am Start war neben den üblichen Verdächtigen auch ein alter Bekannter des RSVs, unser allseits bekannte Adam, anzutreffen. Es wurden noch schnell ein paar Worte ausgetauscht ehe das Feld um 15.00h auf die Reise geschickt worden ist. Und direkt nach dem Start, noch in der Neutralisation passierte das Malheur. Einige Fahrer verhakten sich und es kam beinahe zum Sturz. Dadurch wurde ich ausgebremst und verlor meine gute Startposition, was sich rächen sollte. Denn direkt vom Start an wurde attackiert und das Feld auseinander gezogen. Wie ein langer Lindwurm schlängelte es sich die Kehren des ersten Anstieges hoch. Als ich mich wieder an die Spitze des Feldes gearbeitet hatte, sah ich, daß sich knapp 15 Fahrer vom Feld hatten lösen können.
Das Feld sah sich nicht genötigt der Gruppe hinterherzugehen und so gewann diese schnell an Vorsprung. Während dessen konnte Sven, der am Anstieg Rückstand hatte nehmen müssen, mit ungefähr 20 weiteren Fahren wieder ans Feld fahren. Einige Anstiege später mußte er dann leider entgültig reißen lassen und beendete das Rennen vorzeitig. Das Feld kam wieder näher an die Ausreißer, doch in der Nachführarbeit herrschte nie wirklich Einigkeit und spätestestens nach der Bergwertung in Otzberg hatte die Gruppe es geschafft und das Feld die Verfolgung eingestellt.
Aus dieser Gruppe setzte sich Jens Volkmann ab und gewann das Rennen als Solist vor Roman Herrmann und Heiner Klemme. Ich selber erreichte mit einem sichtlich dezimierten Feld das Ziel. Beim Sprint um die verbliebenen Plätze mußte ich aufgrund von Krämpfen herausnehmen und bin dann um Position 30 über die Linie gerollt.
Trotz allem hat es Spaß gemacht auf diesem anspruchsvollen Kurs durch Wälder und Felder im Odenwald bei freundlichem Wetter zu Rollen und ließ einem die ganzen Reisestrapazen vergessen. |
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(13. Juni 2010, Dennis) |
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